Das Wetter in Mexiko Stadt: warme Tage, kalte Nächte
Mexiko Stadt liegt in der tropischen Klimazone, doch die große Höhe lässt die Nächte im Winter kalt werden; die Trockenzeit wird von einer Regenzeit von Juni bis September unterbrochen.
Blickt man im Frühling auf die Vorhersage für Mexico City, so ist das Wetter freundlich mit Tagestemperaturen etwas über 20 Grad Celsius, wenig Niederschlagsrisiko und nur leichtem Wind. Mexiko Stadt liegt in den Tropen, hat aber aufgrund einer Höhenlage von 2.300 Metern ein kalt-tropisches Klima. Dafür sind solche Temperaturen recht hoch, und tatsächlich sind die wärmsten Monate in der Hauptstadt Mexikos April, Mai und Juni mit Durchschnittstemperaturen von 17 oder 18 Grad. Am Tag steigt das Thermometer in diesem mexikanischen Sommer auf bis zu 30 Grad. Aber auch im Winter liegen die durchschnittlichen Temperaturen um die 12 bis 13 Grad Celsius, tagsüber können sie bis zu 25 Grad erreichen. Die Nächte jedoch, die im Sommer noch bei 11 bis 12 Grad liegen, sind im Winter kalt und erreichen öfter die Frostgrenze. Mexiko Stadt liegt in der Tierra fría, der kalten Klimazone des Landes.
Während es sonst das ganze Jahr über kaum regnet, liegen die Niederschlagsmengen in der Regenzeit im Juni, Juli, August und September bei etwa 140 bis 170 Millimetern. In diesen Monaten gibt es bis zu 24 Regentage, aber auch noch einige Sonnenstunden täglich. Der Regen fällt meist in heftigen Schauern gegen Abend und in der Nacht.
Die Sonne sieht man schlecht, selbst wenn sie scheint. Mexiko Stadt ist am Ende eines Tales gelegen – das Tal von Mexiko mit 60 Kilometern Länge und 100 Kilometern Breite. So ist die Metropole von drei Seiten h im Westen, Süden und Osten von Bergen umgeben. Hier erhebt sich unter anderem auch das Vulkanpaar Popocatépetl und Iztaccíhuatl. Doch durch diese ausgeprägte Lage am Rande eines Beckens, das wenig vom Wind durchlüftet wird, ist die Smoganfälligkeit in Mexiko Stadt sehr hoch. Inversionswetterlagen, bei denen warme Luftmassen in größerer Höhe zusätzlich die Zirkulation der Luft massiv einschränken, tragen zu diesem Effekt bei. Die Luftverschmutzung ist eine der stärksten der Welt, Schätzungen besagen, dass etwa 4.000 Menschen im Großraum von Mexiko Stadt jedes Jahr daran versterben. Im Tal von Mexiko ist die Klimaerwärmung deutlich spürbar, die Temperatur ist in den letzten hundert Jahren um etwa vier Grad angestiegen. Erst in den letzten Jahren gab es Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung, infolgedessen ist nun das Wetter in Mexiko Stadt wieder ein wenig besser.
14.03.2011